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Simplon Razorblade 29 – leicht, stark, schnell…

Ich bin ja seit einigen Wochen der stolze Besitzer eines Simplon Razorblade 29er und möchte hier kurz ein paar Worte über dieses Mountainbike verlieren. Als passionierter 26 Zoll Fully Fahrer („Alu-Frame“ – wie man bei uns in Bayern sagt) war ich am Anfang eher skeptisch dieser ganzen 29er Fraktion gegenübergestanden. Für mich war das letztlich nur ein weiterer Versuch der Fahrradindustrie durch einen neuen „Quasi-Standard“ neue Märkte und Umsätze zu erschließen. Aber als Freak und „Technik-Nerd“ kann man da ja sowieso nicht lange widerstehen und das Rad musste einfach her.

Das Razorblade sollte mein erstes Carbon-Rad werden. Hier betrat ich also persönliches Neuland. Natürlich habe ich mich vorher in verschiedensten Foren schlau gemacht (bzw. eher zum Teil verunsichert) und mich über die Vor- und Nachteile informiert. Und um ehrlich zu sein war ich durchaus voreingenommen und zwar Contra-Carbon!

Meine Meinung dazu habe ich aber nach meinen neuesten Erfahrungen gründlich geändert! Ich möchte dieses Bike aus mehreren Gründen nicht mehr missen. Zum einen rollt dieses Rad einfach bedingt durch größere Reifengröße wesentlich angenehmer über Unebenheiten und Absätze und dem Geradeauslauf ist dies auch echt dienlich. Auch habe ich den Eindruck das es sich deutlich gutmütiger auf Schotter verhält. Was aber ein echter Hammer ist, ist die Tatsache das es sich aufgrund der relativ geringen Masse schlichtweg super beschleunigen lässt. Das muss man echt mal erlebt haben. Da merkt man wirklich einen deutlichen Unterschied zwischen ein oder 2 Kilo mehr oder weniger.

Sollte ich nicht noch irgendwelche böse Überraschungen erleben dann war der Kauf ein echter Treffer und das Razorblade wird mein absolutes Lieblingsbike.

Und weil es so schön war…

habe ich am Montag Abend gleich nochmal die Wirtsalm hinterhergeschoben. Ich habe die Tregleralm vom Samstag doch noch ordentlich in der Beinen gespürt, trotzdem wollte ich das gute Wetter einfach noch mal nutzen. Außerdem hat mir ein Schwerlast-LKW am Nachmittag noch die ganze Seite vom Auto eingedrückt und ich war dementsprechend gegen Abend bei meinem Aiblinger VW Händler gestanden. Auf Nachfrage warum das Autohaus heute wieder den Aussagen auf der Webseite heute schon eine Stunde eher die Tore schließt kam als Antwort: „wegen der WM“. Na wer hätte das gedacht 🙂 . Da hatte ich also letztlich echt noch Glück überhaupt jemanden anzutreffen. Naja, also ich habe dann schnell das Auto abgegeben und bin nach Hause gelaufen und losgeradelt. Als positiver Nebeneffekt der WM ist aber durchaus zu sagen das ich noch nie mit so wenig Leuten auf der Wirtsalm gesessen habe wie an diesem Tag. Bis auf eine Bierbank mit 4 Gamsbartträgern war ich quasi allein dort oben. Sehr idyllisch, sehr ruhig – genau was man nach so einem Tag eben braucht. Die Rundenzeit konnte sich ebenfalls sehen lassen. Irgendwie kann ich mit meiner roten Maschine nicht langsam fahren 🙂

Eine gepflegte Runde mit Tom

Nachdem wir am Samstag schon den Versuch unternommen haben von Aibling aus auf die Tregler Alm zu fahren (was Aufgrund des Schnees leider gescheitert ist) hat mich Tom am Sonntag doch noch zu einer durchaus sportiven ersten echten MTB-Runde des Jahres ermuntern können. Die Steigung am Heuberg hat es schon in sich und gepaart mit einer nicht ganz kurzen Anfahrt war die Tour alles in allem schon eher was „für Erwachsene“ – Naja, das Leben ist kein Ponyhof 🙂

Das absolute Highlight war jedoch die Abfahrt über Schweibern! Der restliche Schnee hat die ganze Strecke in eine Schlammwüste verwandelt und Tom und ich ausgesehen wie die Schw… als wir unten waren – SCHÖN WAR’S