Ägypten - El Gouna im Februar 2010
Irgendwie ist das schon komisch: Als Petra und ich dieses Jahr mal wieder auf der Messe Boot in Düsseldorf waren, sind wir uns ausnahmsweise mal sehr schnell einig gewesen. Wir hatten die Nase vom Schnee beide gehörig voll und suchten nach Abwechslung in Form eines 1 wöchigen Trips nach Ägypten. Auf der Messe hatte ich die Möglichkeit Niko Baumann (mit dem ich seit längerer Zeit über Internet-Foren Email-Kontakt hatte) auch mal persönlich kennen zu lernen. Niko ist Chef der Dive Connection in El Gouna und wie ich begeisterter Kreiseltaucher. Damit stand das Reiseziel sehr schnell fest.
Gesagt, gebucht...schon das Abreise-Wochenende war der Hammer: Am Samstag Abend fand eine Brauereibesichtigung mit meinen Kollegen vom DCP bei der Schwarz-Bräu in Zusmarshausen statt - und zwar mit vollem Erfolg. Um 3.00 Uhr war dann die Nacht vorbei und es ging ab in Richtung Flugplatz. Schnell noch meinen JJ und Petras MK6 eingecheckt und los gings.
Am Zielflugplatz Hurghada angekommen wurden wir auch schon von einem Shuttle-Service erwartet und zur Tauchbasis gebracht. Alles war Top organisiert. In der Basis wurden wir von Corinne, einer Tauchlehrerin bei der Dive Connection in Empfang genommen. Sie hat sich dann freundlicherweise auch um unsere Zimmer und den sonstigen Tauch-Papierkram gekümmert.
Der Tauchbetrieb in der Basis war eigentlich jeden Tag gleich: Treffen um 8.00 Uhr morgens, weiterfahrt zum Hafen (5 Min) und dann rauf auf das Boot. Die Fahrten bis zum 1 Tauchspot des Tages dauerte so ca. 90 bis 120 Minuten. Die Zeit konnte man auf den geräumigen und gepflegten Booten aber immer gut nutzen und sich nochmals aufs Ohr hauen, am Kreisel rumbasteln oder eben sonst irgendwas machen was einen Entspannt. Generell kann ich zu dem Boot und vor allem der Crew nur in aller besten Tönen sprechen: Das Essen war immer absolut super, die Crew war sehr aufmerksam und hat alles perfekt in Schuss und Sauber gehalten. Das war auf Booten auf denen ich sonst schon war wirklich keine Selbstverständlichkeit! Erfahrene Taucher konnten ihren Tauchgang für sich durchführen oder sich auf Wunsch auch an einen Guide hängen. Hier nochmals besten Dank an Oli (der Vaseline Praktikant - grins) und Robert - es war echt eine schöne Zeit mit euch. Robert ist Tauchlehrer bei der Dive Connection und begnadeter Semiprofessioneller-Fotograf, Oli strebte zu dem Zeitpunkt eine Karriere als Divemaster an.
Am Abend zurückgekommen konnte man seinen Kreisel an den Spülbecken der Basis in Ruhe spülen und ggf. Kalk füllen oder sich sonst um sein Tauchzeug kümmern. Wenn man sonst nichts am Gerät machen musste, konnte man es auch direkt am Boot lassen.
Generell war man als Kreiseltaucher gut bei der Basis aufgehoben. Fertig geriggte Stages, 200 Bar Sauerstoff und Atemkalk waren überhaupt kein Problem.
Das Hotel: Die Basis ist direkt im Komplex des Panorame Bungalow Resorts angeschlossen. Das Hotel ist ein 3 Sterne Haus, etwas in die Jahre gekommen aber ansonsten sauber. Da wir quasi ausser zum Schlafen nie im Hotel waren, haben sich unsere Ansprüche in Grenzen gehalten. Der Überwiegende Teil der Mitbewohner waren Russen. Aufgrund der Uhrzeit beim Frühstücken (um 8.00 Uhr waren wir ja schon an der Tauchbasis) haben wir diese aber so gut wie nicht wahrgenommen. Auch der oft nachgesagte übermäßige Alkoholkonsum blieb zumindest zu unseren Kontaktzeiten aus.
