Vorwort zum Poseidon Discovery MK VI
Sicheres Rebreathertauchen und dabei geringster Aufwand – geht das?
Um es kurz zu machen: Ja.
Der Firma Poseidon aus Schweden, ihres Zeichens bekannt für hochwertigste Atemregler und Tauchausrüstung, hat nach mehrjähriger Entwicklung das geschlossene Kreislauftauchgeräten Discovery MK VI auf den Markt gebracht. Federführend bei der Entwicklung was das Cis Lunar Team, das bereits durch frühere Modelle positiv auf sich aufmerksam machte und seit langer Zeit Erfahrung in der Entwicklung solcher Geräte hat.
Häufig gestellte Fragen:
Für wen wurde das Gerät konzipiert?
Zielgruppe ist ganz klar der ambitionierte Sporttaucher der sichere, blasenfreie und entspannte Tauchgänge machen möchte.
Bestehen Limitierungen für das Gerät?
Im Grunde nur bezüglich Tiefe (max. 40 Meter) und Grundzeit (keine Dekotauchgänge). Dies sind aber „Vorgaben“ die sowieso jedem Sporttaucher bekannt sein sollten.
Wurde der Ansatz „sicheres Sporttauchen“ umgesetzt?
Ja, in aller Konsequenz. Auch ich musste mich gerade am Anfang mit dem elektronisch gesteuerten Sicherheitskonzept anfreunden – schließlich komme ich ja aus dem rein manuellen Kreislauftauchen d.h. Computersteuerung war mir völlig fremd.
Erkennt man allerdings das Konzept der Entwickler, wird einem schnell klar das hier viel Hirnschmalz investiert wurde. Hier einige Beispiele:
Fülldruck der Sauerstoffflaschen mit „nur“ 135 Bar: Vorteile: Im Ausland sind hohe Drücke sowieso sehr schwierig zu bekommen. Außerdem steigt das Risiko von Sauerstoffexplosionen bei höheren Drücken immens. Und last but not least: Wieso eigentlich mehr? Der Fülldruck von 135 Bar langt locker und leicht bezogen auf eine Kalkfüllung mit einer Standzeit vom 3 Stunden.
Der Einsatz je eines Magnetventils (Solenoid) sowohl für den Sauerstoff als auch für das Verdünnungsgas: Dadurch kann zum Beispiel der Sauerstoffsensor während des Tauchgangs mit dem Referenzgas Pressluft überprüft werden. Das verhalten von Sauerstoffsensoren bei langen Tauchgängen ist immer wieder ein heiß diskutiertes Thema in den einschlägigen Internetforen. Hier sehe ich ein ganz klares Sicherheitsplus!
Integriertes Bail Out Valve (BOV): Sollte aus welchen Gründen auch immer der Rechner den Wechsel auf das Reservesystem (Bail Out) vorschlagen (Das Head up Display blinkt dabei rot und es vibriert spürbar), langt das umlegen eines Hebels und man atmet ganz normal wie aus einem Lungenautomaten.
Fertigt gepackte Kalkpatronen: In dem System werden fertig gepackte Kalkpatronen aus dem Hause Molekular verwendet. Dies hat den Vorteil das sich der Anwender um Dinge wie Kanalbildung oder zu wenig / zu stark verdichteten Atemkalk keine Sorgen mehr machen muss.
Computergesteuerter Ablauf einer Testreihe vor jedem Tauchgang: Mit der Aktivierung des Rechners beginnt dieser eine ganze Reihe von Funktionen der Reihe nach zu prüfen. Darunter sind zum Beispiel auch ein Überdrucktest des Systems, Funktionsprüfung der Magnetventile, Füllstand der Flaschen, Batteriespannung, korrekte Funktion der Warneinrichtungen wie Vibration, HUD, Pieperalarm und der hinten im Gerät für den Buddy sichtbare Warnlampe.
Die Liste ist bei weitem nicht vollständig – aber ich denke es wird schon ein ganz guter Eindruck von dem Sicherheitsdenken der Entwickler vermittelt.
OK, was ich gehört und gelesen habe gefällt mir. Kann ich das Gerät testen?
Na logo! Am einfachsten nimmst du mit mir oder Alexandra vom Dive Center Paradise in München Kontakt auf und sprichst Sie oder mich auf einen Schnuppertauchtermin an. Wir werden dann gemeinsam ins kühle Nass (=See) oder ins mittelwarme Nass (=Schwimmbad) springen und dort kannst du dir dann endgültig eine Meinung bilden.
Ich möchte einen Kurs für das Gerät machen. Wie geht’s nun weiter?
OK, freut mich! Am besten setzt du dich kurzfristig mit mir in Verbindung und wir vereinbaren einen Starttermin für deine Ausbildung zum „Poseidon Discovery User“. Die Ausbildung und Brevetierung erfolgt nach den Richtlinien des Rebreather Advisory Boards (RAB).
